Heute ereignete sich eine Begebenheit die mich sehr nachdenklich macht. Ich hatte einen Termin bei Herrn MeierMüllerSchulze in seiner K**nlei. Die Angestellte öffnete mir schon bevor ich die Klinke überhaupt in der Hand hatte, die Tür, um gleichwohl schwungvoll wieder hinter ihrem Arbeitsplatz Platz zu nehmen.
Ich platzierte mich selbst, um auf den Herrn MeierMüllerSchulze zu warten. Nun sind wir mit der Eigenschaft ausgestattet, einen fast Rundumblick realisieren zu können, um alles um uns herum erblicken zu können, ohne den Kopf großartig bewegen zu müssen.
Dabei wurden auch Dinge erfasst, die eigentlich für einen möglichen Mandanten nicht zur Disposition stehen sollten, die aber Rückschlüsse auf das "Allgemeine Arbeiten in diesem Unternehmen" nach sich ziehen. Ich hakte diesen Gedanken schnell ab, doch wurde er wieder schnell aufgewärmt, als ich mich mit Herrn MeierMüllerSchulze unterhielt. Nein, ich bin weder Mandant, noch habe ich dieses vor zu werden - es ist eine rein geschäftliche Bindung. Das Gespräch verlief flott, um es norddeutsch auszudrücken. Das was dort erörtert wurde, hätte mir Herr MeierMüllerSchulze auch am Telefon mitteilen können, ggf wäre auch ein Fax annehmbar.
Mein Eindruck bestätigte sich, in Verbindung mit dem im Vorraum erlebten, dass es hier nicht im Ansatz auf Qualität ankommt, sodern um Schema-F. Dieses Schema darf aber auch keinen Cent kosten.
Professionelle Dienstleistungen sind nunmal nicht zum Super-Spar-Preis erhältlich, sondern bedürfen einer korrekten Vorbereitung und Durchführung, was sich auch im Preis niederschlägt. Ich möchte mir nicht vorstellen, wenn ich heute als "Kunde" dort wäre, um eine Beratung zu bekommen, was mich diese Leistung ohne erkennbaren Nutzen gekostet hätte. Vielleicht hat ja dieser Berufsstand auch eine rabattierte Dienstleistungspalette ;-)
Montag, 29. November 2010
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