Sonntag, 18. März 2012

Ein Mann aus Mecklenburg

"Was für ein schöner Sonntag, dieser 18.März", das sagt ein Mann, der nicht nur im Herzen Rostocker und Mecklenburger ist, nein er ist nun auch der erste Mann im Staat - Joachim Gauk.

Seine Antrittsrede war bewegend, legte er den Focus auf die Freiheit und die Möglichkeiten frei wählen zu können. Er zeichnete auch einen kurzen Weg der diktatorischen Herrschaft der ehemaligen DDR-Regierung. Als dann die Kamera auf die Fraktion der Linken schwenkte,betretendes Verhalten, Applaus bei allen restlichen Fraktionen. Auf mich wirkte das beklemmend.

Klar, die Linke hat ein Problem mit Herrn Gauk. Auch ich teile nicht alle seine Ansichten, aber bin dennoch der Meinung, dass er ein Bundespräsident sein wird, der dem Volk auf´s Maul schauen wird. Er wird mit seiner nordisch direkten Art das sagen, was er denkt. Ein Mecklenburger lässt sich nicht verbiegen.

Der 18.März ist auch ein geschichtsträchtiger Tag. Am 18.März 1990 wurden die ersten freien Wahlen in der DDR durchgeführt, und nach mehr als 20 Jahren steht ein Ostdeutscher als Bundespräsident dem Volke vor.

Ich wünsche mir, dass dieses Amt wieder mit Würde ausgefüllt wird - er wird es machen, davon bin ich überzeugt.

Es soll kein Nostalgieeintrag werden, aber ein bewegender Tag ist es heute dennoch, zumindest für mich.
"Hol di fuchtig", Joachim!

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