Sonntag, 29. April 2012

Die Sinne der Abgehobenen

Am Wochenende gab es auf  Vox mal wieder eine stundenumfassende Dokumentation, wo uns das Für und Wider des guten Geschmacks vor Augen geführt wurde.

Nunja, ich will nicht in Gänze den Beitrag rezitieren, doch eines ist mir persönlich aufgefallen. Alle vermeintlichen Fachleute, wie Sass und Co. gaben ihren Senf dazu, verloren kaum ein gutes Haar an dem, was aus der tiefgekühlten Welt so auf unseren Tellern landet.

Ich bin auch ein Nutzer von TK-Ware (in Maßen). Und ja, wenn es zeitlich sein muss, dann ist es auch mal eine industriell gefertigte Pizza. Doch für mich hat es einfach praktischge Gründe. Wo immer es geht, sollen frische Produkte die Grundlage des Kochens sein. Auch mir schmeckt bei weitem nicht alles was aus der Tüte kommt.

Ein Kartoffelpüree aus der Tüte hat nunmal den Geschmack nach Silkon, aber deswegen muss ich dieses Produkt nicht grundlos schlechtreden. Es gibt Personen, denen es sicherlich schmeckt.
Doch die Damen und Herren Fachleute tun so , als wäre das was sie prädigen, das Novum der Küche.

Ich will mich nicht messen mit einem Lafer oder Zacherl, die erst durch das Fernsehen so richtig einen Hype bekommen haben. Sicherlich haben sie auch fachlich etwas vorzuweisen, doch diese Aroganz und Überheblichkeit die sie an den Tag legen ist einfach abscheulich. Hausfrauen wollen keine Sterneköche werden.

Jede Hausfrau weiss sich auch in der Not zu helfen. Und wenn sie mal auf Fertiges zurückgreift, dann hat das auch einen Grund und ist nicht die Regel.

Doch wer einen 14 Stunden Tag auf dem Bau hinter sich hat, der hat am Abend keine Lust mehr seine Pasta selbst zu fertigen, ein Sugo zu kochen und das Basilikum liebevoll vom Stengel zu zupfen, um es auf die selbstzelebrierten Nudeln zu legen.  Der will einfach nur schnell seinen Hunger befriedigen, und das auch mit Fertigware. Punkt.


Sonntag, 18. März 2012

Ein Mann aus Mecklenburg

"Was für ein schöner Sonntag, dieser 18.März", das sagt ein Mann, der nicht nur im Herzen Rostocker und Mecklenburger ist, nein er ist nun auch der erste Mann im Staat - Joachim Gauk.

Seine Antrittsrede war bewegend, legte er den Focus auf die Freiheit und die Möglichkeiten frei wählen zu können. Er zeichnete auch einen kurzen Weg der diktatorischen Herrschaft der ehemaligen DDR-Regierung. Als dann die Kamera auf die Fraktion der Linken schwenkte,betretendes Verhalten, Applaus bei allen restlichen Fraktionen. Auf mich wirkte das beklemmend.

Klar, die Linke hat ein Problem mit Herrn Gauk. Auch ich teile nicht alle seine Ansichten, aber bin dennoch der Meinung, dass er ein Bundespräsident sein wird, der dem Volk auf´s Maul schauen wird. Er wird mit seiner nordisch direkten Art das sagen, was er denkt. Ein Mecklenburger lässt sich nicht verbiegen.

Der 18.März ist auch ein geschichtsträchtiger Tag. Am 18.März 1990 wurden die ersten freien Wahlen in der DDR durchgeführt, und nach mehr als 20 Jahren steht ein Ostdeutscher als Bundespräsident dem Volke vor.

Ich wünsche mir, dass dieses Amt wieder mit Würde ausgefüllt wird - er wird es machen, davon bin ich überzeugt.

Es soll kein Nostalgieeintrag werden, aber ein bewegender Tag ist es heute dennoch, zumindest für mich.
"Hol di fuchtig", Joachim!

Samstag, 17. März 2012

Wiederentdeckt

Seit 1997 hatte sie sich verändert, bedingt durch einen Arbeitsunfall, und die damit verbundene Haltung von Schreibgeräten - mein Handschrift. Ich stieg daher auf die vielgehassten Kugelschreiber um. Er war das einzig brauchbare Schreibgerät, welches ich ohne schnelle Ermüdungserscheinungen halten konnte.

Meine Kladde, wie ich meine Handschrift als solches bezeichne, wurde dadurch kaum lesbarer, im Gegenteil. Dabei hatte ich mal eine richtig gute Schriftführung. Viele bezeichneten sie als "Mädchenschrift". Ich konnte zwar nichts weibliches daran erkennen, aber sie war irgendwie lesbar.
Wärend meiner kaufmännischen Ausbildung wurde stets auf korrekt saubere Schreibweise, besonders bei Zahlen, geachtet. Ich haste es abgrundtief, doch musste es sein. Ich mogelte mich so durch, nur wenn ich wollte konnte ich auch Schönschreiben.

Jahre zogen ins Land, mittlerweile hatte ich eine "Sauklaue" - trotzdem lesbar, für mich zumindest. Im Alltag kommt es oft vor, dass "schnell" etwas notiert werden muss. Doch meist konnte ich meine eigene Handschrift kaum lesen, das übertrug sich auch auf alles andere. In Schriftstücken, die ich nicht unter Zeitdruck, schrieb war es ebenso. Bei Vorträgen ebenfalls. Es nervte mich selbst. Bis ich mich vor 3 Monaten entschloss etwas zu ändern.

Ich verbannte weitestgehend alle Kugelschreiber von meinen Schreibtisch, maximal Bleistift und Füller waren greifbar, ausweichend auch ein Tintenroller. Ich belaß mich in Fachblogs, insbesondere bei Susanne Dorendorff, eine ausgezeichnete Fachfrau für Handschrift, um frohen Mutes ans Werk zu gehen. Sie weiß was zu tun ist, um die eigene Kladde für sich zu verbessern. Ihr e-Book "Die vitale Handschrift" ist dabei eine gute Hilfe.

Es folgten viele Übungen und anstrengende Schreibstunden. Oft dachte ich mir, warum tust du dir das eigentlich an, doch ich hatte den Wunsch wieder lesbar zu schreiben. 

Der Füller rückte immer mehr in den Vordergrund. Mittlerweile schreibe ich fast nur noch mit Füller und will den auch nicht mehr missen.Die vielen anstrengenden Stunden haben sich gelohnt, dank Susanne Dorendorff!

Donnerstag, 9. Februar 2012

Sparfüchsig

Es tickerte über Twitter, doch zunächst sah ich es nur mit dem rechten Augenwinkel, da ich an einem Druckprojekt saß.

Kurz nachdem ich das beendet hatte, las ich diesen Post nochmal, er beinhaltete einen Link zum Firmenblog meines Mobilfunkanbieters.  Das Angebot klang gut, hatte ich doch sowieso überlegt meinen Vertrag zu verlängern, ggf. auch zu erweitern, naja und wenn dann auch noch ein neuer Ackerschnacker bei rausspringt, warum nicht.

Ich bin kein Freund von solch Fußnoten-Angeboten. Beinhalten sie oft versteckte Kosten. Doch in diesem Fall gab es für einen Teil der Leistung sogar eine kleine Ersparnis. Denn die Erweiterung des Vertrages mit einer Zusatzoption hätte mich im Jahr mehr als 60 Euro gekostet, so sind es nur 12!


Eine Option die ich gern mitnehme. Zum Ackerschnacker gibt es keine Ersparnis. Aber alles in allem ein gutes Tagesangebot. Und es soll nicht unerwähnt bleiben, der Fiskus hat auch was davon. Am Jahresende wird dann abgerechnet und dann hole ich mir die Vorsteuer wieder :-)

Hach, schön!

Donnerstag, 26. Januar 2012

Am dichtesten dran... Teil 2

Das Paket hat mittlerweile den Weg mach Frankreich gefunden. Meine Sorge war, dass es nicht rechtzeitig zum geplanten Termin ankommt. Doch eine zeitnahme Rückmeldung bekam ich dennoch nicht.

Vielmehr wurde auf Arroganz und Überheblichkeit umgestellt, die das Fass dann zum überlaufen brachten. Kleinigkeiten, die keiner großen Rede wert waren, wurden künstlich aufgebauscht.
Einsicht gab es auf der Gegenseite keine, im Gegenteil. Eine gütliche Einigung herbeizuführen schlug fehl, da die Arroganz der Gegenseite hoch war. Dabei hätten beide Seiten eine Win-Win-Situation haben können - doch wer nicht wil....

Montag, 16. Januar 2012

Am dichtesten dran...

Ich habe mir für das Jahr 2012 vorgenommen, hier nicht mehr über dienstliches zu posten, doch heute muss es einfach sein. Danach gehts besser.

Was war passiert. Vor wenigen Tagen gab es eine Anfrage zu einer bestimmten Sache. Auf den ersten Blick schien das nichts weltbewegendes zu sein, doch der Hase lang bekanntlich im Pfeffer. Es begann schon damit, dass die Rohdaten zu spät übermittelt wurden, was sich auch auf die Lieferung der Teilprodukte auswirkte. Der zweite Teil beinhaltete einen Umtausch, auch nichts bewegendes, doch der Umtausch hatte es dann in sich. Denn die Abmaße waren außer Norm. Noch immer schien das Ganze im Guten zu verlaufen.

Mittlerweile waren auch die Teilprodukte eingetroffen. Die Ware aus dem Umtausch, ein Rahmen im Maß DIN A0, wurde so großräumig verpackt, dass sich diese Umverpackung auch auf den weiteren Versand auswirkte. Nun gut. Mein Teil der Arbeit war getan, alles sorgfältig verpackt. Doch DIN A0 lässt sich nicht auf Streichholzschachtel-Maß falten. Da ist der Karton eben außerhalb der Norm.

Der Versand erfolgt stets mit dem günstigsten Versender - soweit so gut, doch wenn das Paket nach Frankreich geht, ist das schon etwas kostenintensiver. Paketdienste wie UPS, DPD und Co hatten Preise, die kaum bezahlbart sind, da musste eben die gute alte Deutsche Post herhalten - auch weil sie eben keine abgehobenen Preise wie DPD und UPS haben. Nunja, jetzt kommt der Hase. Ich teile dem Empfänger mit, was der Versand kostet. Die Antwort kam prompt.

Dabei wäre es einfacher gewesen, Teilprodukte direkt im Grenzbereich zu ordern, um Versand zu sparen - nein, dass wolle man nicht. Der Versand erfolgte abschließend mit der Deutschen Post AG.  Ich bin sehr gespannt, wie die Geschichte weiter geht.

Freitag, 23. Dezember 2011

Jahreswechsel

Es ist still geworden hier. Ab und an nutze ich das Blog, um meine Gedanken zu parken, doch eben nur ab und an. Das Jahr war so ereignisreich, dass es nicht zm bloggen reichte. Das Blog ist auch nicht mehr unbedingt die wichtigste Anlaufstelle, vielmehr ist es Facebook geworden.

Erst sträubte ich mich dagegen, nun nutze ich es als Infokanal. Nein, nicht weil das hipp ist, sondern weil hier vieles miteinander verbunden werden kann. Privates wie auch dienstliches. Es ist eine ideale Werbeplattform.

Doch genug der schwafelndenn Worte. 2011 war für mich ein Jahr welches ich positiv abschließen kann. Gesteckte Ziele wurden erreicht, Bewährtes optimiert.

Ob ich auch 2012 dieses Blog nutzen werde, kann ich nicht beurteilen. Ich lese gern in anderen Blogs, kommentiere aber selten. Das ist keine böse Absicht, sondern eine strikte Entscheidung. Entweder habe ich was zum Thema zu sagen, oder nicht. Nur um sinnloses Geplapper zu posten, dafür muss ein Kommentar nicht herhalten.

Ich wünsche allen die hier noch lesen, eine besinnliche Weihnacht und einen guten Rutsch ins Jahr 2012. 

Das Ende eines Bloggerlebens

Bloggen an sich ist eine tolle Sache, egal zu welcher Thematik, doch das Durchhaltevermögen ist der Begleiter, der diese Art der Kommunikati...