Am Wochenende gab es auf Vox mal wieder eine stundenumfassende Dokumentation, wo uns das Für und Wider des guten Geschmacks vor Augen geführt wurde.
Nunja, ich will nicht in Gänze den Beitrag rezitieren, doch eines ist mir persönlich aufgefallen. Alle vermeintlichen Fachleute, wie Sass und Co. gaben ihren Senf dazu, verloren kaum ein gutes Haar an dem, was aus der tiefgekühlten Welt so auf unseren Tellern landet.
Ich bin auch ein Nutzer von TK-Ware (in Maßen). Und ja, wenn es zeitlich sein muss, dann ist es auch mal eine industriell gefertigte Pizza. Doch für mich hat es einfach praktischge Gründe. Wo immer es geht, sollen frische Produkte die Grundlage des Kochens sein. Auch mir schmeckt bei weitem nicht alles was aus der Tüte kommt.
Ein Kartoffelpüree aus der Tüte hat nunmal den Geschmack nach Silkon, aber deswegen muss ich dieses Produkt nicht grundlos schlechtreden. Es gibt Personen, denen es sicherlich schmeckt.
Doch die Damen und Herren Fachleute tun so , als wäre das was sie prädigen, das Novum der Küche.
Ich will mich nicht messen mit einem Lafer oder Zacherl, die erst durch das Fernsehen so richtig einen Hype bekommen haben. Sicherlich haben sie auch fachlich etwas vorzuweisen, doch diese Aroganz und Überheblichkeit die sie an den Tag legen ist einfach abscheulich. Hausfrauen wollen keine Sterneköche werden.
Jede Hausfrau weiss sich auch in der Not zu helfen. Und wenn sie mal auf Fertiges zurückgreift, dann hat das auch einen Grund und ist nicht die Regel.
Doch wer einen 14 Stunden Tag auf dem Bau hinter sich hat, der hat am Abend keine Lust mehr seine Pasta selbst zu fertigen, ein Sugo zu kochen und das Basilikum liebevoll vom Stengel zu zupfen, um es auf die selbstzelebrierten Nudeln zu legen. Der will einfach nur schnell seinen Hunger befriedigen, und das auch mit Fertigware. Punkt.
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3 Kommentare:
Liebes Nordlicht, im Grunde hast Du Recht, wenn Du sagst, dass die alle ganz schön abgehoben sind, aber dass wir uns zuviel von Fastfood und Fertigprodukten ernähren ist eben auch ein Fakt. Ich finde es schon schlimm, dass ich wenn ich Lust auf Hähnchen habe, nur die aus den Legebatterien bekomme und die schmecken mir dann wahrlich auch nicht besonders, aber dann auch nur weil ich weiß woher sie kommen. Man sollte ein bisschen mehr zurück in Mutters Küche gehen. Da wurden zwar auch manchmal Fertigprodukte verbraucht, aber es hielt sich in Grenzen und sonst wurde gekocht, was die Saison hergab. Und dann gab eben nur am Wochenende und vielleicht noch einmal die Woche Fleisch und das war nicht das Schlechteste. Also, alles in Maßen und die Pasta müssen wir nun wahrlich nicht mehr selbst herstellen.
liebe Grüsse
Brigitte die Weserkrabbe
Hallo Weserkrabbe,
es ist unserer modernen und schnelllebigen Zeit geschuldet, dass wir zu Tüte und Karton greifen wollen.
Es rechtfertig zu sagen, aus Zeitgründen nehme ich Fertiges. Selbst kochen hat doch auch was für sich. Das Pommes nicht in der Erde wachsen, sondern immer noch aus Tüften geschnitten werden, weiß doch heute ein Kind kaum.
Leider ist es nicht immer klar erkennbar woher mein Produkt kommt, ob aus Legebatterie oder Freihaltung, aus dem Labor oder Naturaroma. Nicht immer gibt es Wochenmärkte in der Nähe...
Wenn sich jeder darauf besinnt, selbst die Geschmacksknospen zu aktivieren, durch selbstgekochtes, dann wird er auch bald merken, dass Chemie nicht alles ist.
Hallo Nordlicht, ein Problem beim Selbermachen hast Du aber trotzdem: Woher nimmst Du denn all die schönen E-Stoffe? - Spaß beiseite. Die Weserkrabbe hat recht. Auch wir versuchen mehr und mehr uns an die Saisonalnahrung unserer Vorfahren zu erinnern und bereichern unseren Tisch zum Beispiel mit Naturkräutern wie Brennnessel, Wiesenschaumkraut, Gänseblümchen, Gundermann, (jungen) Löwenzahnblättern. Der Vorteil: Beim Kennenlernen mancher Kräuter muß man in die Natur und sich Zeit nehmen. Soll sehr gesund sein. Eine Nachspeise mit Kopfsalat und den Kräutern wird dann sehr schmackhaft. Ja, auch mit frischer Brennnessel. Kostet beim ersten Mal etwas Überwindung. Heute gab es Abends Eisbein. Einfach lecker. Gehört auch dazu.
Liebe Grüße von Gunter dem Guitar Tech
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