Samstag, 17. März 2012

Wiederentdeckt

Seit 1997 hatte sie sich verändert, bedingt durch einen Arbeitsunfall, und die damit verbundene Haltung von Schreibgeräten - mein Handschrift. Ich stieg daher auf die vielgehassten Kugelschreiber um. Er war das einzig brauchbare Schreibgerät, welches ich ohne schnelle Ermüdungserscheinungen halten konnte.

Meine Kladde, wie ich meine Handschrift als solches bezeichne, wurde dadurch kaum lesbarer, im Gegenteil. Dabei hatte ich mal eine richtig gute Schriftführung. Viele bezeichneten sie als "Mädchenschrift". Ich konnte zwar nichts weibliches daran erkennen, aber sie war irgendwie lesbar.
Wärend meiner kaufmännischen Ausbildung wurde stets auf korrekt saubere Schreibweise, besonders bei Zahlen, geachtet. Ich haste es abgrundtief, doch musste es sein. Ich mogelte mich so durch, nur wenn ich wollte konnte ich auch Schönschreiben.

Jahre zogen ins Land, mittlerweile hatte ich eine "Sauklaue" - trotzdem lesbar, für mich zumindest. Im Alltag kommt es oft vor, dass "schnell" etwas notiert werden muss. Doch meist konnte ich meine eigene Handschrift kaum lesen, das übertrug sich auch auf alles andere. In Schriftstücken, die ich nicht unter Zeitdruck, schrieb war es ebenso. Bei Vorträgen ebenfalls. Es nervte mich selbst. Bis ich mich vor 3 Monaten entschloss etwas zu ändern.

Ich verbannte weitestgehend alle Kugelschreiber von meinen Schreibtisch, maximal Bleistift und Füller waren greifbar, ausweichend auch ein Tintenroller. Ich belaß mich in Fachblogs, insbesondere bei Susanne Dorendorff, eine ausgezeichnete Fachfrau für Handschrift, um frohen Mutes ans Werk zu gehen. Sie weiß was zu tun ist, um die eigene Kladde für sich zu verbessern. Ihr e-Book "Die vitale Handschrift" ist dabei eine gute Hilfe.

Es folgten viele Übungen und anstrengende Schreibstunden. Oft dachte ich mir, warum tust du dir das eigentlich an, doch ich hatte den Wunsch wieder lesbar zu schreiben. 

Der Füller rückte immer mehr in den Vordergrund. Mittlerweile schreibe ich fast nur noch mit Füller und will den auch nicht mehr missen.Die vielen anstrengenden Stunden haben sich gelohnt, dank Susanne Dorendorff!

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