Am Wochenende gab es auf Vox mal wieder eine stundenumfassende Dokumentation, wo uns das Für und Wider des guten Geschmacks vor Augen geführt wurde.
Nunja, ich will nicht in Gänze den Beitrag rezitieren, doch eines ist mir persönlich aufgefallen. Alle vermeintlichen Fachleute, wie Sass und Co. gaben ihren Senf dazu, verloren kaum ein gutes Haar an dem, was aus der tiefgekühlten Welt so auf unseren Tellern landet.
Ich bin auch ein Nutzer von TK-Ware (in Maßen). Und ja, wenn es zeitlich sein muss, dann ist es auch mal eine industriell gefertigte Pizza. Doch für mich hat es einfach praktischge Gründe. Wo immer es geht, sollen frische Produkte die Grundlage des Kochens sein. Auch mir schmeckt bei weitem nicht alles was aus der Tüte kommt.
Ein Kartoffelpüree aus der Tüte hat nunmal den Geschmack nach Silkon, aber deswegen muss ich dieses Produkt nicht grundlos schlechtreden. Es gibt Personen, denen es sicherlich schmeckt.
Doch die Damen und Herren Fachleute tun so , als wäre das was sie prädigen, das Novum der Küche.
Ich will mich nicht messen mit einem Lafer oder Zacherl, die erst durch das Fernsehen so richtig einen Hype bekommen haben. Sicherlich haben sie auch fachlich etwas vorzuweisen, doch diese Aroganz und Überheblichkeit die sie an den Tag legen ist einfach abscheulich. Hausfrauen wollen keine Sterneköche werden.
Jede Hausfrau weiss sich auch in der Not zu helfen. Und wenn sie mal auf Fertiges zurückgreift, dann hat das auch einen Grund und ist nicht die Regel.
Doch wer einen 14 Stunden Tag auf dem Bau hinter sich hat, der hat am Abend keine Lust mehr seine Pasta selbst zu fertigen, ein Sugo zu kochen und das Basilikum liebevoll vom Stengel zu zupfen, um es auf die selbstzelebrierten Nudeln zu legen. Der will einfach nur schnell seinen Hunger befriedigen, und das auch mit Fertigware. Punkt.
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Sonntag, 29. April 2012
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