
Als ich heute Morgen auf die stadteigene Webseite schaute, war ich doch überrascht mit welchen Mitteln die Kommune selbst Öffentlichkeitsarbeit betreibt. Auf der Webseite befindet sich ein Foto, dass nachweislich aus einer Bildatenbank stammt, die ihr Wasserzeichen inmitten des Bildes platzierte.
Nun sind ja Wasserzeichen nicht zur Verschönerung des Bildes gedacht, sondern sollen potentielle Bildmauser davon abhalten, die geistigen Werke einfach zu kopieren. Schlieslich steht dem der §22 des KunstUrhG entgegen.
Der Verfasser des Artikel hat es sich zudem sehr einfach gemacht, indem er das Vorschaubild kopierte, die Abmaße des Bildes maginal veränderte, um es dann in die eigene Webseite zu integrieren. Dabei wäre es sicherlich ein Leichtes gewesen, dass Bild käuflich zu erwerben (vielleicht muss hier erst um höherliegende Erlaubnis gefragt werden?) oder die Kasse des Haushaltes ist mehr als leer,dass zu solchen Mitteln gegriffen werden muss.
Dabei gäbe es eine Einfache Lösung. Es gibt genügend Vereine, die sicherlich Bildmaterial zur Verfügung stellen könnten, wenn sie denn gefragt würden - aber nein, stattdessen wählen die Administratoren diesen Weg.
In der entsprechenden Stelle indes gibt man sich ahnungslos, so eine schnelle Recherche. Man verwies auf den entsprechenden Ansprechpartner, dieser ist allerdings erst am 29.09. wieder zu sprechen, sein Zögling dagegen sei in einer Beratung, also auch nicht zu sprechen. Ich kann nur hoffen, dass die Damen und Herren Kommunalvertreter alsbald merken, was sie dort angerichtet haben. Vielleicht bemerkt ja die Bilddatenbank bis zum 29.09. das das Foto geliehen wurde, was dann die "Leihgebühr" kostet wird die Stadt nicht gerade erfreuen - auch ich kann aus der Praxis davon erzählen... Gern freue ich mich auf einen Anruf aus dem Rathaus ;)
Auch Daniel Große, freier Journalist schrieb schon über das Thema.
Nachtrag zum Beitrag:
12:59 Uhr wie ich gerade sehe, ist die Grafik gegen das Original ausgetauscht worden. Würde auch wundern, wenn das so im Netz stehen bleiben würde.