der kann bekanntlich auch was erzählen.
Nach langer Zeit war ich mal wieder in Meck-Pomm. Einerseits zum urlauben, andererseits auch um Freunde und Weggefährten zu treffen, ein bisschen dienstliches war auch dabei (aber das nur am Rande bemerkt).
Eigens für die Reise schaffte ich mir eines der vielgelobten UMTS-Dingens an, um auch im hohen Norden drahtlos empfänglich zu sein. Tagelange laß ich dazu Berichte zu Leistungen und all dem Schnickschnack drumrum, um mich dann schlussendlich für diesen Anbieter zu entscheiden. Ob diese Entscheidung richtig war, musste sich erst noch rausstellen.
Die Fahrt in den Norden war entspannt, hatte ich doch rechtzeitig reserviert bei meinem gelben Lieblingszugunternehmen. So entspannt wie mit dem kann ich nicht reisen. Im Norden erwartete mich die bekannte steife Brise, doch das war kein Abbruch für mein Vorhaben - bin ich doch solche Kapriolen gewohnt. In meinem Quartier stelle ich schnell nur mein Gepäck ab, um erstmal eine ausgiebige Tour durch meine Stadt zu machen. Vieles hat sich verändert - neues kam hinzu - altesbekanntes verschwandt.
Meine Stadt ist im rasanten Wandel, stellte ich fest. Auf der Tagestour war auch ein Besuch des Fährhauses, um die Ecke von meinem Quartier gelegen, Pflicht. Mit Blick auf den Stadthafen, bei bestem Wetter, ließ ich mir dieses Essen servieren. Oberlecker - und ein Muss für Nordlichter. Doch nun stand auch die entscheidende Probe des angeschafften Drahtlos-Stick auf der Agenda. Hm, ums ehrlich zu sagen, ich hatte mir mehr davon versprochen. Ich dachte ich sei im Steinzeitalter. Datenbremsen so weit der Zähler ticken kann. Also musste nur das Notwendigste erledigt werden - mehr ging einfach nicht.
An den folgenden Tagen nutzte ich das Drahtlos-Dingens kaum, aus bekannten Gründen. Vielmehr traf ich mich mit Freunden und Weggefährten aus alter Schulzeit. Denn immerhin sind weit mehr als 15 Jahre vergangen. Das Wiedersehen war daher umso spannender. Wir hatten uns viel zu erzählen - tauschten Kontaktdaten aus, um zukünftig einen Draht zu halten. Ich war der einzige in der Runde, der eine so weite Anreise hatte, alle anderen blieben im Norden haften. Sie gründeten Familien oder der Beruf hielt sie an der See. Viel zu schnell verging auch dieser Tag. Erfreulich war für mich der Treff eines langjährigen Freundes.
Trotz der Entfernung haben wir einen intensiven Kontakt. Schon zu Tradition bei unseren Besuchen gehört neben dem beliebten Biss in Udos Brötchen, auch ein Herrengedeck. Schnell verwandelt sich dieses oft in käufliche Seeluft bis zum geeichten Strich.
Auch bei diesem Treffen rannte die Zeit unumwunden schnell vorbei. Dabei hatte ich gar keinen Zeitdruck. Nichtsdestotrotz ließ ich es mir nicht nehmen auch in diesem Seebad einen Streifzug durch den Ort zu machen. Bilder vom Streifzug gibt es hier.
Ich mochte es erst gar nicht glauben, doch solche Kennzeichen hatte ich im Meck-Pomm nicht erwartet. *fg*
Nun, die Zeit verging wie immer viel zu schnell. Doch der Ausbruch aus Sachsen tat gut, die Akkus sind wieder randvoll mit Seeluft und nordischer Gelassenheit. Da kanns wohlbehalten nach Sachsen zurückgehen (...) Bis zum nächsten Besuch an der Pier sollte dieser Spruch tragend sein: Kort is dien Leben un lang’ büst du dod. Minsch, blot nich argern, ne, lachen deit good!
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