Dienstag, 3. Juli 2012

Nachtrag zum Vorherigen Post

Heute, nach 2 Jahren, 3 Monaten und 13 Tagen ist das Bildungsportal entgültig von der Bildfläche verschwunden, der Server wurde heute entgültig geräumt.

Alle Daten wurden ins Nirgendwo geschickt. Zwar gibt es noch eine Google-Listung, doch die führt zu meiner Firmenwebseite, was ja auch nicht so schlecht ist :-)

Mittwoch, 27. Juni 2012

Abholen und Begleiten

Bereits am Freitag ergab sich ein Ereignis was nun den Weg hier ins Blog finden soll. Ich brauchte einfach die Zeit bis heute, um mir der Tragweite bewusst zu sein.

Doch der Reihe nach. Es war dieser besagte Freitag, es stand ein Termin an, bei dem ich mir nichts besonderes dachte. Doch die Gesprächspartnerin kam gleich mit der Keule um die Ecke, und die Stimmung kippte merklich und zog sich durch die gesamte Gesprächlänge. Was war passiert? Im Grundegenommen nichts Schlimmes, vielmehr nutzte ich eine Möglichkeit um auf mich und meine dargebotenen Leistungen hinzuweisen. Das Portal war laut meinen Erinnerungen (das genaue Dateum recherchiere ich gerade) mehr als 2 Jahre online. Ich verhele nicht, dass es einen sehr werblichen Charakter hatte.

Das Portal wuchs zu einer guten Anlaufstelle für Thematiken rund um das Internet & Co. Die Nutzer wurden mit unterschiedlichen Wissensständen abgeholt und begleitet, damit sie sich bestimmten Thematiken nähern konnten. Als kleine Unterstützung gab es von mir gefertigte Unterlagen. Die Besucherzahlen waren nicht unerheblich und ich konnte somit im Großen und Ganzen sehr zufrieden sein. Schnell verlor das Portal allerdings den regionalen Bezug, denn dieses wurde bereits bundesweit genutzt. Nur anhand der Internetadresse war noch ein Bezug zur damaligen Region herzustellen.

Dieses nahm der Bildungsträger zum Anlass, um sich daran hochzuziehen.

Wie dem auch sei, die Gesprächspartnerin machte unmissverständlich klar, dass dieses so nicht ginge.
Warum und wieso, dass erklärte sie nicht. Ich nahm es zur Kenntnis. Das Gespräch verlief danach sehr kühl. Innerlich grollte es in mir. 

Ich rief danach die übergeordnete Entscheidungsperson an, um deren Meinung dazu zu hören, schließlich kam die Anweisung von hier. Es wurde mir erklärt, dass solche Dinge nicht gewünscht seinen, sie selbst über bestimmte Mechanismen verfügen würden, um solche Dinge zu initiieren.

Nunja, dann soll es so sein, dachte ich mir. Unklar ist nur, warum taten sie es nicht schon viel früher? Tatsachte ist, dass ich mit diesem Portal auch imaginäre Werbung für den bis dato regional ansässigen Bildungsträger machte, obwohl ich zu denen gar keine Verbindung mehr pflege.

Eine Entlohnung für die kostenfreie Werbung gab es nicht dafür. Egal. Darauf kommt es mir auch gar nicht an, sondern die Art und Weise, wie deren Gedanken vorgetragen wurden. Wenn es anscheinend fähiges Personal gibt, um das zu schaffen, was ich mit dem Portal erreich habe, dann hätten sie schon viel früher damit loslegen sollen. Doch nun wo sie gesehen haben, welche Tragweite ich erziehlte, machen sie sich meine Ideen zu eigen, um das Fahrrad neu zu erfinden.

Ich habe meine Konsequenzen daraus gezogen und das Portal umgehend zum Abschuss freigegeben, auch wenn es mir innerlich wehtut. Ändern kann ich es nicht. Es lagen bereits neue Pläne für dieses Portal in der Schublade, die nun den Rundordner füllen.  Doch die Ärmel sind hochgekrämpelt, es geht weiter und der To-Do-Zettel ist noch mit vielen spannenden Dinge gefüllt. :-)

Montag, 11. Juni 2012

Kein Wegschmeißer

Als Kind des Ostens habe ich gelernt Konsumgüter pfleglich zu behandeln, um die vermeintlich lange Lebensdauer auch so weit wie möglich aufrecht zu erhalten.

links: der Neue von Viewsonic, rechts das Erstgerät von Samsung

Leider ist dieses in der heutigen Konsumgesellschaft nicht möglich, doch versuchen wollte ich es dennoch. Da ich täglich viele Stunden vor dem Rechner sitze, sind bestimmte Arbeiten mit einem Zweitmonitor besser zu realisieren, als die vielen Fenster stetig hin und her zu schieben.  Gute Arbeit leistet hier mein Samsung T220.  Doppelt guckt sich auch besser *grins*

Da dieses Modell im Handel nur noch als Gebrauchtware zu erstehen ist (fast genauso teuer, wie der damalige Handelspreis), kaufte ich den zweiten von Privat. Der erste Eindruck war gut, doch die Freude war nur kurz. Es stellte sich ein Wechselspiel von Hell-nach Dunkel ein. Nun gut. Da es ein Vergleichsmodell gibt, konnte das als Garantiefall beim Hersteller durchgehen. Der reparierte dann auch die defekte Hintergrundbeleuchtung.

Ich dachte, dass sei damit erledigt, stellte sich nun nach 5 Monate ein neues Problemchen ein. Das Wort Flimmerkiste musste ich ganz neu definieren. Dieses könnte mehrere Ursachen haben. Entweder Kabel, oder überlastung der Steckdose, vielleicht auch der Treiber.

Es begang das Stecken von Kabeln und Steckern in Dosen, auch der Treiber wurde aufgefrischt, doch das Ding flackert, als würde die Erde beben. Nach dem Prozedere beschloss ich heute früh, dem Ding doch das zeitliche zu segnen. Dabei sieht er noch so taufrisch aus. Doch die erneute Reperatur ist so kostspielig, wie ein Neukauf.

Zwischenzeitlich hatte ich mir schon bei meinem Haus-und Hofhändler mit dem großen "A" im Wort einen neuen geordert.

Wenn ich den ausgemusterten nachher zum Wertstoffhof schaffe, möchte ich gern Mäuschen spielen. Vielleicht erlebt er ja noch ein zweites Leben, allerdings nicht mehr in meinem Büro :-(


Samstag, 12. Mai 2012

Opfer der Verführung

Im vorherigen Post habe ich ordentlich gegen Lafer und Co gewettert. Nun als ich diesen Post schrieb, war meine Stimmung auch so. Doch heute musste ich widererwarten feststellen, dass ich selbst Opfer des Tiefkühlregals wurde. Was war passiert?

Im Supermarkt steifte ich entspannt durch die Tiefkühlzone. Ohne Stress. Die Waren lächelten mich an und produzierten in meinem Gripskasten die Gelüste nach einem Vanillepudding mit Sahnehaube. Ich spürte diesen schon fömrlich auf meiner Zunge - doch war er unerreichbar.

Doch vor dem Genuß hat der Koch nunmal die Arbeit gesetzt. Statt die entsprechenden Zutaten wie Milch, Sahne und Vanilleschote zu kaufen, um sich einen leckeren Sahnepudding am heimischen Herd zu zaubern, wurde ich von den tollen und durch hochbezahlte Verkackungsdesigner geschaffenen Produkte, geblendet. Es war wie ein Aussetzer. Ich griff ins Regal.

Freudig stolzierte ich mit meinem Pudding durch die bunte Warenwelt bis zur Kasse. Selbst an der Kasse hatt ich noch kein schlechtes Gewissen, da der Gedanke nach dem doch so toll schmeckenden Pudding überwiegte.

Zu Hause angekommen, gab es dann kein halten mehr, ich befreite den Puddung aus seiner Verpackung. Mit Inbrunst tauchte ich den Löffel durch die locker-fluffige Sahne bis zum Pudding, um beides auf dem Löffel zu platzieren, damit die Geschmacksknospen meiner Zunge die totale Explosion erleben. Doch so schnell ich den Löffel auch im Mund hatte, so schnel überkam mich auch der Ekel.
Augen zu und durch, dachte ich nur. Obligatorisch richtete ich meinen Blick auf die Verpackung, respektive der Zutatenangabe. Was mich dort ansprang war ein Giftcocktail, aber kein Lebensmittel. Meine Illusion vom lecker schmeckenden Vanillepudding war dahin. Es reihten sich E-Nummern an E-Nummer, getoppt wurde das Ganze, indem die Sahnehaube auch noch mit Stickstoff zur Fluffigkeit getrimmt wurde.

Die Angaben auf der Verpackung nahm ich zum Anlass, um das Netz nach den wirklichen Inhalten des doch so toll aussehenden Puddings zu hintergfragen. Was sich bei der Suche ergab, erspare ich im Detail. Meine Geschmacksknospen sind gelähmt.

Mein Fazit: Selbermachen schmeckt immer besser und braucht auch nicht mehr Zeit, als das Warten an der Supermarktkasse.

Doch zu allem übel habe ich noch einen zweiten Becher dieses Laborlebensmittels :-(

Sonntag, 29. April 2012

Die Sinne der Abgehobenen

Am Wochenende gab es auf  Vox mal wieder eine stundenumfassende Dokumentation, wo uns das Für und Wider des guten Geschmacks vor Augen geführt wurde.

Nunja, ich will nicht in Gänze den Beitrag rezitieren, doch eines ist mir persönlich aufgefallen. Alle vermeintlichen Fachleute, wie Sass und Co. gaben ihren Senf dazu, verloren kaum ein gutes Haar an dem, was aus der tiefgekühlten Welt so auf unseren Tellern landet.

Ich bin auch ein Nutzer von TK-Ware (in Maßen). Und ja, wenn es zeitlich sein muss, dann ist es auch mal eine industriell gefertigte Pizza. Doch für mich hat es einfach praktischge Gründe. Wo immer es geht, sollen frische Produkte die Grundlage des Kochens sein. Auch mir schmeckt bei weitem nicht alles was aus der Tüte kommt.

Ein Kartoffelpüree aus der Tüte hat nunmal den Geschmack nach Silkon, aber deswegen muss ich dieses Produkt nicht grundlos schlechtreden. Es gibt Personen, denen es sicherlich schmeckt.
Doch die Damen und Herren Fachleute tun so , als wäre das was sie prädigen, das Novum der Küche.

Ich will mich nicht messen mit einem Lafer oder Zacherl, die erst durch das Fernsehen so richtig einen Hype bekommen haben. Sicherlich haben sie auch fachlich etwas vorzuweisen, doch diese Aroganz und Überheblichkeit die sie an den Tag legen ist einfach abscheulich. Hausfrauen wollen keine Sterneköche werden.

Jede Hausfrau weiss sich auch in der Not zu helfen. Und wenn sie mal auf Fertiges zurückgreift, dann hat das auch einen Grund und ist nicht die Regel.

Doch wer einen 14 Stunden Tag auf dem Bau hinter sich hat, der hat am Abend keine Lust mehr seine Pasta selbst zu fertigen, ein Sugo zu kochen und das Basilikum liebevoll vom Stengel zu zupfen, um es auf die selbstzelebrierten Nudeln zu legen.  Der will einfach nur schnell seinen Hunger befriedigen, und das auch mit Fertigware. Punkt.


Sonntag, 18. März 2012

Ein Mann aus Mecklenburg

"Was für ein schöner Sonntag, dieser 18.März", das sagt ein Mann, der nicht nur im Herzen Rostocker und Mecklenburger ist, nein er ist nun auch der erste Mann im Staat - Joachim Gauk.

Seine Antrittsrede war bewegend, legte er den Focus auf die Freiheit und die Möglichkeiten frei wählen zu können. Er zeichnete auch einen kurzen Weg der diktatorischen Herrschaft der ehemaligen DDR-Regierung. Als dann die Kamera auf die Fraktion der Linken schwenkte,betretendes Verhalten, Applaus bei allen restlichen Fraktionen. Auf mich wirkte das beklemmend.

Klar, die Linke hat ein Problem mit Herrn Gauk. Auch ich teile nicht alle seine Ansichten, aber bin dennoch der Meinung, dass er ein Bundespräsident sein wird, der dem Volk auf´s Maul schauen wird. Er wird mit seiner nordisch direkten Art das sagen, was er denkt. Ein Mecklenburger lässt sich nicht verbiegen.

Der 18.März ist auch ein geschichtsträchtiger Tag. Am 18.März 1990 wurden die ersten freien Wahlen in der DDR durchgeführt, und nach mehr als 20 Jahren steht ein Ostdeutscher als Bundespräsident dem Volke vor.

Ich wünsche mir, dass dieses Amt wieder mit Würde ausgefüllt wird - er wird es machen, davon bin ich überzeugt.

Es soll kein Nostalgieeintrag werden, aber ein bewegender Tag ist es heute dennoch, zumindest für mich.
"Hol di fuchtig", Joachim!

Samstag, 17. März 2012

Wiederentdeckt

Seit 1997 hatte sie sich verändert, bedingt durch einen Arbeitsunfall, und die damit verbundene Haltung von Schreibgeräten - mein Handschrift. Ich stieg daher auf die vielgehassten Kugelschreiber um. Er war das einzig brauchbare Schreibgerät, welches ich ohne schnelle Ermüdungserscheinungen halten konnte.

Meine Kladde, wie ich meine Handschrift als solches bezeichne, wurde dadurch kaum lesbarer, im Gegenteil. Dabei hatte ich mal eine richtig gute Schriftführung. Viele bezeichneten sie als "Mädchenschrift". Ich konnte zwar nichts weibliches daran erkennen, aber sie war irgendwie lesbar.
Wärend meiner kaufmännischen Ausbildung wurde stets auf korrekt saubere Schreibweise, besonders bei Zahlen, geachtet. Ich haste es abgrundtief, doch musste es sein. Ich mogelte mich so durch, nur wenn ich wollte konnte ich auch Schönschreiben.

Jahre zogen ins Land, mittlerweile hatte ich eine "Sauklaue" - trotzdem lesbar, für mich zumindest. Im Alltag kommt es oft vor, dass "schnell" etwas notiert werden muss. Doch meist konnte ich meine eigene Handschrift kaum lesen, das übertrug sich auch auf alles andere. In Schriftstücken, die ich nicht unter Zeitdruck, schrieb war es ebenso. Bei Vorträgen ebenfalls. Es nervte mich selbst. Bis ich mich vor 3 Monaten entschloss etwas zu ändern.

Ich verbannte weitestgehend alle Kugelschreiber von meinen Schreibtisch, maximal Bleistift und Füller waren greifbar, ausweichend auch ein Tintenroller. Ich belaß mich in Fachblogs, insbesondere bei Susanne Dorendorff, eine ausgezeichnete Fachfrau für Handschrift, um frohen Mutes ans Werk zu gehen. Sie weiß was zu tun ist, um die eigene Kladde für sich zu verbessern. Ihr e-Book "Die vitale Handschrift" ist dabei eine gute Hilfe.

Es folgten viele Übungen und anstrengende Schreibstunden. Oft dachte ich mir, warum tust du dir das eigentlich an, doch ich hatte den Wunsch wieder lesbar zu schreiben. 

Der Füller rückte immer mehr in den Vordergrund. Mittlerweile schreibe ich fast nur noch mit Füller und will den auch nicht mehr missen.Die vielen anstrengenden Stunden haben sich gelohnt, dank Susanne Dorendorff!

Das Ende eines Bloggerlebens

Bloggen an sich ist eine tolle Sache, egal zu welcher Thematik, doch das Durchhaltevermögen ist der Begleiter, der diese Art der Kommunikati...